Länderspiel - KönKickers

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Länderspiel

Presse

Freitag, den 29. März 2013
NÜRNBERG/BAD KÖNIGSHOFEN

Kön-Kickers im Papierfliegerblock
Bad Königshöfer Kinder beim Fußball-Länderspiel in Nürnberg

 

Die „KönKickers“, der Förderverein für jugendliche Fußballer in Bad Königshofen und einigen Nachbardörfern, haben einem XXL-Bus voller Kinder und ihren erwachsenen Begleitern wieder einmal ein besonderes Erlebnis bereitet.

Nach dem Besuch mehrerer Bundesligaspiele ging es diesmal zum WM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Kasachstan nach Nürnberg ins Grundig-Stadion. Bereits um 17 Uhr startete die Expedition, um vor Ort noch so viel wie möglich von dem ganzen Drumherum und der Atmosphäre eines Länderspiels aufsaugen zu können. Und die Erwartungen wurden erfüllt. Kinder sind ja zu später Stunde nach Mitternacht nicht mehr zu Analysen fähig. Mehrere Väter und Mütter haben auf der Rückfahrt aber bestätigt, dass es „was Besonderes, ein herausragendes Erlebnis für die kleinen Fußballer“ war. Die Bratwürste, Pommes und die Cola waren ja die gleichen wie beim letzten Besuch, dem Bundesligaspiel Nürnberg gegen Wolfsburg im Oktober. Drinnen im Kühlschrank Grundig-Stadion erkannten manche aber schon am anderen Publikum als sonst das Besondere eines Länderspiels: Die Nationalhymnen, die Choreographie auf der Gegengeraden, die Sprechchöre, keine Bengalos, „viel friedlicher als sonst mit den Ultras in der Nordkurve“, wie es Christoph bewertete. Gegen die grimmige Kälte, Spielbeginn 20.45 Uhr, gab es mehrere Schutzmaßnahmen. Manche Kids sehen beim Schlittenfahren auch nicht anders aus. Am wärmsten war es mit einer Decke überm Schoß. Anfeuern macht auch warm. Jubeln auch. Und weil es nicht ständig zu jubeln und Erwärmendes von unten auf dem Grün gab, wurden fleißig Papierflieger aus dem „aktuell“, dem Stadionmagazin des DFB, gebastelt. Jawohl, nirgends unter den 45 000 gab es so viel Flugverkehr wie im Papierfliegerblock 22. Die kasachische Nationalhymne hatte schon was Exotisches. Da blieben die KönKickers noch in der kalten Plastikschale sitzen. Bei „Einigkeit und Recht und Freiheit“ kam aber doch noch dieses Gänsehaut-Gefühl. Artig standen jetzt alle da, manche mit der Mütze in der Hand. Nur mit der Textsicherheit war es nicht so weit her. Vor dem nächsten Länderspielbesuch muss eine Trainingseinheit dafür investiert werden. Als dann aber die Özil, Götze, Reuß & Co loslegten, war das Anschauungsunterricht pur für die Kleinen. Wie es nicht gemacht wird, zeigte Manuel Neuer den Tormännern von der U7 bis zur U13: Nicht leichtsinnig und nicht überheblich sein.

Zauber auf dem Spielfeld
Was noch außer dem Zauber auf dem Spielfeld faszinierte: La Olá, die Welle, die sich ein ums andere Mal ums Oval wälzte, besonders dann, wenn der Zauber auf dem Spielfeld drohte nachzulassen. Hunger! „Papa, guck mal, mein Brötchen ist eingefroren.“ Macht nichts. Thomas, Udo, Steffen, Alex und noch einige fleißige KönKickers-Helferinnen und -Helfer hatten bestimmt auch noch für nachher Brotzeit dabei.

Abfahrt 23 Uhr, hatte KönKickers-Vorsitzender Willi Göbel angekündigt. Das war nur gut 20 Minuten nach dem Abpfiff. Schnell noch ein Brötchen und ein Wienerle und rein in den von Ottmar vorgewärmten Bus. Abfahrt 23 Uhr!

Und als weit nach Mitternacht die meisten Väter und Mütter dem Biorhythmus nachgaben und ein Nickerchen machten, diskutierten die kleinen Kicker noch Manuel Neuers Fehltritt, den Ramba-Zamba-Fußball, der „mindestens zehn Tore“ wert gewesen wäre, Löws Auswechseltaktik und die potenziellen Gegner, die uns nächstes Jahr bei der WM in Brasilien den Titel streitig machen könnten. Punkt 1.15 Uhr Ankunft am TSV-Sportheim in Bad Königshofen. „Morgen, nein heute sind ja Ferien.“


Foto: Rudolf Dümpert
Vermummt erlaubt: Die KönKickers-Kids trotzten der Kälte im „Kühlschrank Grundig-Stadion“ und erwärmten sich am Fußballfeuerwerk der Nationalmannschaft.


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